Der Hörsturz – Was ist, wenn es passiert?

In Deutschland leiden ca. 200000 Deutsche jährlich unter einem Hörsturz, doch trotzdem weigern sich viele Kassen die Kosten der Therapie zu übernehmen. Durch verschiedene Studien wurde nachgewiesen, dass sich bei sechs von zehn Betroffenen das Hörvermögen nach wenigen Tagen wieder normalisiert hat.

Bei einem Hörsturz kommt es dem Betroffenen so vor als ob er sein Gehör verlieren würde. In so einem Fall sollen Infusionen helfen, diese sollen die kritische Durchblutung in den Ohren verbessern.  Viele Patienten die sich daran gewöhnt haben legen oft nur noch die Beine hoch und warten bis der Hörsturz wieder vorbei ist.

Nachdem das Bewertungsportal der Krankenkassen in den letzten Jahren alle Behandlungen geprüft hat und am Ende sogar die Cortison Therapie durchgefallen ist, gibt es keine Therapie die die Kassen übernehmen möchte.

Aus diesem Grund nahm man keine Cortison-Tabletten, geschweige denn durchblutungsfördernde Infusionen oder hyperbare Sauerstofftherapien in den Kassenkatalog auf. Somit müssen die Betroffenen selbst die Kosten für ihre Hörsturzbehandlung tragen. Doch die Frage ist „Wie kann das sein?“, da doch über 200000 Personen jährlich an Hörsturz leiden. Leider gibt es noch viele wichtige Fragen die noch nicht genau über die Situation des Ohrs beim Hörsturz erforscht wurden.  Laut einer Hypothese heißt es, damit man die leisen Töne für das Gehirn als Stromsignale verständlich machen kann, werden Impulse von den Sinneszellen verstärkt. Durch das elektrische Potenzial im Innenohr werden bestimmte Ionen besonders schnell und kräftig in die Zellen weitergeleitet. In der Gehörschnecke befindet sich ein empfindliches Gleichgewicht von Flüssigkeiten und Mineralien. Bei einem Hörsturz wird diese Balance höchstwahrscheinlich gestört.

Bei viele Patienten zieht sich der Hörsturz nur über ein paar Tage und hört dann von alleine wieder auf. Jedoch gibt es auch Betroffene bei denen die Sinneszellen wahrscheinlich dem Stress nicht standhalten und somit einen dauerhaften Schaden davontragen.

Für einen Hörsturz könnte es viele Gründe geben wie zum Beispiel ein Durchblutungsproblem im Inneren des Ohres, eine Immunreaktion im Körper die auch die Ohrmembranen durchlässiger macht oder akustische Überlastungen.

Verschiedene Mediziner, Forscher und Therapeuten versuchten durch Infusionen mit Blutverdünnern den Blutfluss im Ohr zu verbessern. Zusätzlich setzen sie damals sogar auf eine Art Schrotschussmethode, in dem sie Cortisonpräparate spritzten um gleich mehrere potenzielle Störstellen anzugreifen. Zum Einen bremst es Entzündungen, zum Anderen schützt es die Zellen und lenkt die Flüssigkeits- und Ionenströme besser. Mediziner hatten Anhaltspunkte das Cortison in diesem Falle wirken würde, da wenn man Mäuse zwischen zwei Lautsprecher platzierte überstanden die Ohren dies nur, wenn sie in einem winzigen Kästchen eingesperrt waren. Daraus lässt sich schießen das Cortison das Stresshormon nach oben schießen lässt und die Ohren somit heil bleiben.

Jedoch muss bedacht werden das erfolgreiche Tierversuche keine Garantie dafür sind, dass dies auch bei einem Menschen funktionieren würde.

 

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.medizin-der-hoersturz-das-unverstandene-leiden.bcf72818-c2b1-4528-84c3-c4868b3308c8.html

 

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Veröffentlichung 12.05.2016