Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Die FSME Erkrankung tritt besonders in vielen europäischen Ländern und in Asien auf. Bei der Erkrankung kommt es zunächst zu grippeähnlichen Beschwerden und Fieber. Im weiteren Verlauf der Krankheit kommt es bei ca. 10% der Patienten zu einer Entzündung der Gehirnhaut und der Gehirnzellen mit Fieber und Erbrechen. In weiteren Verlauf kann es dann zu neurologischen Ausfällen, bis hin zum Koma und Tod führen. In den meisten Fällen tritt jedoch eine völlige Heilung der Patienten ein, was allerdings einige Monate dauern kann. Tödlich endet diese Krankheit bei lediglich 1-2% der Patienten.

FSME-Risikogebiete

Größere FSME-Risikogebiete befinden sich vor allem in den baltischen Ländern, als auch in Deutschland, Österreich, Russland, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Südschweden, Slowenien und Albanien. Ein geringes Risiko besteht in Frankreich, Italien, Griechenland und Dänemark.

In Deutschland wurden 2015 insgesamt 220 FSME-Erkrankungen gemeldet, bei denen sich 199 Personen davon in Deutschland (vor allem in Bayern und Baden-Würtenberg) infiziert hatten.

In Deutschland wurden im Jahr 2015 insgesamt 220 FSME-Erkrankungen gemeldet. Bei den Erkrankungsfällen 2015 infizierten sich 199 Personen in Deutschland (v.a. in Bayern und Baden-Württemberg), die ausserhalb Deutschlands erworbenen FSME-Infektionen ereigneten sich in Österreich, Italien, Schweden und Schweiz.

Übertragung

Die Übertragung der Krankheit erfolgt meist durch einen Zeckenstich. In einigen Fällen kann die Übertragung allerdings auch durch Ziegen-, Schaf- oder Kuhmilch erfolgen. Von Mensch zu Mensch kann die Übertragung nicht erfolgen. Eine erhöhte Ansteckungsgefahr gibt es vor allem in Wäldern oder hohem Gras, Sträuchern oder Gebüschen.

Schutz

Informieren Sie sich am besten rechtseitig ob ihr Aufenthaltsort in einem FSME-Risikogebiet liegt. Besprechen sie mit ihrem Arzt ob eine Impfung gegen FSME als vorbeugende Schutzmaßnahme sinnvoll ist. Vermeiden Sie Wanderungen durch Sträucher und hohe Gräser. Nach einem Aufenthalt in solchen Gebieten sollte vor allem bei Kindern der ganze Körper nach Zecken abgesucht werden.

Bei Zeckenbefall muss die Zecke umgehend entfernt werden. Dabei sollten Sie vorsichtig sein und am besten eine Zeckenpinzette als Hilfsmittel nutzen. Vermeiden Sie ein Quetschen oder Drücken des Zeckenkörpers, da auf diese Art der Krankheitserreger vermehrt in den Menschen gelangt. Die Einstichstelle ist nach dem Entfernen der Zecke mit Alkohol zu desinfizieren und sollte weiter beobachtet werden. Beim Auftreten von weiteren Beschwerden sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

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Veröffentlichung 21.07.2016